An den Bürgermeister und den Rat der Stadt Lengerich
Die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN stellt den Antrag …
- auf Einführung der landesweit gültigen Ehrenamtskarte NRW
- auf Teilnahme am NRW-Förderprogramm „Heimat-Preis“ und
- auf Beantragung bzw. Vergabe des jährlichen Preisgeldes in Höhe von 5.000 €.
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept für die Einführung bzw. Umsetzung von Ehrenamtskarte und Heimat-Preis zu entwickeln und im Fachausschuss vorzustellen. Die Einführung soll im Jahr 2026 stattfinden.
Begründung:
Das Ehrenamt ist ein zentraler Stützpfeiler des gesellschaftlichen Lebens in Lengerich. Nur durch ehrenamtlich Engagierte sind wichtige Angebote wie z.B. in den Bereichen Freizeit, soziale Teilhabe und Unterstützung, Natur- und Tierschutz, Gesundheit, Brandschutz und Stadtmarketing möglich. Ehrenamtlich Tätige verdienen gesellschaftliche Anerkennung, da ihr Engagement unverzicht- und unbezahlbar ist. Leider gibt es in Lengerich zurzeit keine feste Form der Anerkennung und öffentlichen Würdigung von ehrenamtlich tätigen Menschen.
Mit der Ehrenamtskarte und dem Heimat-Preis bietet das Land NRW zwei attraktive Möglichkeiten, um ehrenamtlich Tätige und gesellschaftliches Engagement zu fördern.
Die Ehrenamtskarte NRW kann erhalten, wer sich durchschnittlich mindestens vier Stunden pro Woche bzw. 200 Stunden im Jahr ehrenamtlich engagiert. Aktuell sind NRW-weit 4.831 Vergünstigungen nutzbar (Stand 18.02.2026). Die Einführung der Karte ist für die Kommune kostenfrei, es entsteht lediglich Verwaltungsaufwand. (Mehr unter: https://www.engagiert-in-nrw.de/was-ist-die-ehrenamtskarte)
Durch Teilnahme am Förderprogramm „Heimat-Preis“ stünden der Stadt jährlich 5.000 € zur Verfügung, um herausragendes gesellschaftliches Engagement zu fördern. Auch hier fallen lediglich Kosten für Verwaltungsabläufe, Marketing und ggf. einer öffentlichen Verleihung an.
(Mehr unter: https://www.mhkbd.nrw/foerderprogramme/heimat-preis)
Die Ehrenamtskarte und der Heimat-Preis wurden bereits von vielen Kommunen (auch im Kreis Steinfurt) erfolgreich eingeführt.
Sandra Kätker
Ausschuss Soziales, Generationen und Sport