Kurzsichtiger AfD-Antrag fand keine Mehrheit

2 Sonnenblumen, eine davon welk
gruenerator.de | Bild Ki-generiert mit dem Grünerator

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lehnt den AfD-Antrag zur ersatzlosen Streichung der Stelle des Klimaschutzmanagements entschieden ab.

Die Begründung des Antrags reduziert die Stelle auf einen reinen Kostenfaktor und greift damit deutlich zu kurz. Klimaschutz ist keine verzichtbare Zusatzaufgabe, sondern eine zentrale kommunale Zukunftsaufgabe. Auch wenn sie formal als „freiwillig“ eingeordnet wird, ist sie inhaltlich eng mit zahlreichen Pflichtaufgaben verknüpft – etwa in den Bereichen Stadtentwicklung, Energieversorgung, Infrastruktur und Katastrophenschutz.

Die im Antrag genannten jährlichen Kosten berücksichtigen nicht den tatsächlichen Nutzen dieser Stelle. Klimaschutzmanagement bedeutet vor allem, Maßnahmen zu koordinieren, Fördermittel einzuwerben und Einsparpotenziale zu erschließen. In vielen Kommunen zeigt sich, dass genau solche Stellen dazu beitragen, Investitionen effizienter zu gestalten und langfristig Kosten zu senken – beispielsweise durch geringere Energiekosten in öffentlichen Gebäuden oder durch kluge Fördermittelakquise.

Gerade in einer angespannten Haushaltslage wäre es aus unserer Sicht kontraproduktiv, auf diese Steuerungs- und Koordinationsfunktion zu verzichten. Wer heute an strategischen Zukunftsaufgaben spart, riskiert morgen deutlich höhere Folgekosten – etwa durch unterlassene Anpassung an Klimafolgen oder ineffiziente Einzelmaßnahmen ohne übergeordnetes Konzept.

Darüber hinaus ist Klimaschutz auch eine Frage der Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern sowie zukünftigen Generationen. Extreme Wetterereignisse, steigende Energiepreise und Anforderungen an nachhaltige Entwicklung betreffen auch unsere Stadt ganz konkret. Hier braucht es Fachkompetenz und klare Zuständigkeiten innerhalb der Verwaltung.

Fazit:
 Die Stelle des Klimaschutzmanagements ist kein verzichtbarer Luxus, sondern eine sinnvolle Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt. Eine ersatzlose Streichung wäre kurzsichtig und würde wichtige Chancen vergeben.

Die 
Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

im Rat der Stadt Lengerich