Gelber Sack oder gelbe Tonne?

Gelbe Säcke oder Gelbe Tonne?

Entscheidung über das Erfassungssystem


Der Vertrag über die Entsorgung der Leichtverpackungen mit dem Systembetreiber DSD (Duales System Deutschland) muss für die Jahre 2024 bis 2026 erneuert werden. Der Rat der Stadt muss Vorgaben festlegen, welches von zwei Erfasssungssystemen für Lengerich gewählt werden soll.

Zunächst die Alternativen:

  • Das bisherige System der 14-tägigen Abholung der Gelben Säcke (mit einer Kulanzlösung der Mitnahme der Abfälle aus einer beigestellten Tonne) wird beibehalten.
  • Es erfolgt eine vierwöchige Abholung der Inhalte der Gelben Tonne ohne Möglichkeit, Säcke zusätzlich mitnehmen zu lassen.

Beide Lösungen finden Befürworter und Gegner. Ausschlaggebend ist oft das individuelle Wohnumfeld, sind subjektive Einstellungen. In der Entscheidungsfindung müssen also „neutrale“ Kriterien bewertend herangezogen werden.

Wie ist die Meinung der GRÜNEN in Lengerich?

Bei uns steht mehrheitlich der ökologische Aspekt im Vordergrund: Beim „Gelben Sack“ handelt es sich um ein Einwegsystem! Mit jeder Abfuhr werden Unmengen Plastiksäcke, die im Kern aus Erdöl hergestellt werden, als zusätzliche Verpackung entsorgt.

Die „Gelbe Tonne“ wird über viele Jahre eingesetzt, erfüllt also die Bedingungen von Mehrwegverpackungen. Dieses Argument ist tragfähig. Müllvermeidung, hier speziell Verpackungsmüll, muss im Vordergrund stehen! Weitere Randbedingungen wie Abfuhrzyklen etc. sind der Verpflichtung zu ökologischem Verhalten unterzuordnen.

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