Bündnis 90 / Die Grünen (Lengerich) besuchen Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Diakonischen Werks im Ev. Kirchenkreis Tecklenburg

Lengerich. Das Thema Kinderschutz stand deutlich im Fokus eines Besuchs von Vertreterinnen der Grünen Rats- und Kreistagsfraktionen in der Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche des Diakonie-Beratungszentrums in Lengerich. Leiterin Inga Heilemann stellte, unterstützt durch Kinderschutzfachkraft Julia Strauß, das breite Angebote an Hilfeleistungen für Familien mit Kindern im Säuglings- bis ins junge Erwachsenenalter vor. „Hilfesuchenden Kindern, Jugendlichen und Eltern werde ein schneller und unkomplizierter Zugang zu Hilfen ermöglicht und eine möglichst individuelle und passgenaue Unterstützung angeboten.“, so Heilemann.

Die Frage nach effektiven Strukturen zum Schutz von Kindern vor Missbrauch und Gewalt war den Grünen Mandatsträgerinnen ein wesentliches Anliegen. Kinderschutzfachkraft Strauß berichte aus ihrer Erfahrung, dass „insbesondere die Kindertagesstätten mittlerweile eine hohe Sensibilität gegenüber krisenhaften Entwicklungen in Familien und gut organisierte Notfall- und Meldesysteme hätten. Dies seien wesentliche Bausteine für Früherkennung und Prävention von Gewalt, die auch in Schulen, Vereinen und anderen Institutionen flächendeckend entwickelt sein sollten“. Unbedingter Handlungsbedarf bestehe laut der Expertinnen hinsichtlich der wohnortnahen Beratung von Kindern und Jugendlichen, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind. Momentan gebe es im gesamten Kreisgebiet lediglich eine spezialisierte Anlaufstelle des Kinderschutzbundes in Rheine – zu wenig und in vielen Fällen zu weit entfernt, da waren sich die Fachfrauen und Politikerinnen einig. Elke Schuchtmann-Fehmer, Sprecherin der Kreistagsfraktion, sicherte zu, dass die Grünen sich für eine Lösung dieses Problems stark machen werden. Nach einem intensiven Austausch bedankten sich die Grünen Mandatsträgerinnen für die gewonnenen Einblicke und wichtigen Anregungen, die sie mit in die politische Arbeit im Kreis und in Lengerich nehmen werden.

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