Antrag gegen Frakting vom 18.06.2014

Ratsantrag zur Ratssitzung vom 1. Juli 2014

Beschlussvorschlag:

  1. Der Rat der Stadt Lengerich hat erhebliche Bedenken gegen die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten mit Hilfe des Fracking-Verfahrens und lehnt daher die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas mit diesem Verfahren im niederländischen Grenzgebiet zu Deutschland ab. Ursächlich für die Ablehnung sind nicht einschätzbare Risiken für das Grund- und Trinkwasser.
  2. Der Rat der Stadt Lengerich fordert die Verwaltung auf, sich am Verfahren der niederländischen

Regierung „Strukturvision Schiefergas“ zu beteiligen und eine Einwendung basierend auf den

unter a. bis f. aufgeführten Punkten für die Stadt Lengerich einzureichen.

a. Der Einsatz unbekannter und zum Teil giftiger, umweltgefährdender Chemikalien.

b. Unfälle und menschliches Versagen, die dazu führen können, dass Boden und Grundwasser verunreinigt werden und große Mengen Methan in die Atmosphäre gelangen.

c. Fragliche Langzeitsicherheit der Rohre und Zementabdichtungen, was bspw. das Risiko einer Verunreinigung des Grundwassers durch das Frack-Fluid in der Zukunft stark erhöht.

d. Unbekannte hydrogeologische Wegsamkeiten.

e. Die Entsorgung des Flowbacks, die weiterhin ungeklärt ist. So genannte Disposalbohrungen zur Entsorgung des Flowbacks verschärfen die Risiken der Verunreinigung von Untergrund und Wasser.

f. Hoher Wasserverbrauch, der im Allgemeinen auf Oberflächengewässer, Brauchwasserbrunnen oder das lokale Trinkwassernetz zurückgreift und somit in Nutzungskonkurrenz stehen kann.

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